Was mich Krankheit über das Loslassen gelehrt hat

Von Krishanu Ishaya

Manchmal hält das Leben Erfahrungen bereit, mit denen wir nie gerechnet hätten – Erfahrungen, die unsere Annahmen in Frage stellen, unsere Belastbarkeit auf die Probe stellen und uns dazu einladen, eine tiefere Beziehung zu uns selbst aufzubauen.

Vor kurzem sah ich mich mit einer schweren gesundheitlichen Herausforderung konfrontiert. Was mit einer unerwarteten Diagnose begann, entwickelte sich bald zu einer Zeit der Ungewissheit, körperlicher Beschwerden und wiederholter Begegnungen mit dem Unbekannten.

Als jemand, der sich viele Jahre lang durch die Praxis von „The Ishayas’ Ascension“ mit Meditation beschäftigt hatte, glaubte ich, das Loslassen verstanden zu haben. Ich hatte geübt, Erwartungen loszulassen, Gedanken zu beobachten und dem Leben zu vertrauen, so wie es sich entfaltete. Doch erst als ich mit der Möglichkeit konfrontiert wurde, alles Vertraute zu verlieren, begann ich, das Loslassen auf einer viel tieferen Ebene zu verstehen.

Frieden in der Ungewissheit finden

Es kam ein Moment, in dem mir klar wurde, dass ich mit allem, was auch immer geschehen mochte, vollkommen im Reinen war. Anstatt mich gegen diese Erfahrung zu wehren, verspürte ich Neugier. Wenn das Leben weiterging, würde ich es willkommen heißen. Wenn es endete, würde ich auch das willkommen heißen. Ich war dankbar für die Jahre, die ich gelebt hatte, und offen für das Geheimnis, das jenseits davon lag.

In diesem Raum geschah etwas Bemerkenswertes – der Verstand wurde ruhiger, und das ständige Bedürfnis, Ergebnisse kontrollieren zu wollen, begann sich aufzulösen. Die Zukunft verlor ihren Einfluss, und zurück blieb eine tiefe Stille.

Im Laufe der Tage gab es Momente, in denen die Zeit selbst quälend langsam zu vergehen schien. Der Körper verlangte nach Aufmerksamkeit. Unbehagen kam und ging. Gelegentlich stieg Angst in mir auf, um dann wieder zu vergehen. Doch durch Meditation und das Erleben der Stille entdeckte ich, dass das Bewusstsein selbst davon unberührt blieb.

Wenn wir aufhören, gegen unsere Erfahrungen anzukämpfen, verändert sich etwas. Der Körper mag sich unwohl fühlen, das Bewusstsein jedoch nicht. Gedanken mögen kommen und gehen, doch das Bewusstsein ist immer da.

Immer wieder kehrte ich an diesen Ort des Beobachtens zurück. Nicht, um der Realität zu entfliehen, nicht, um so zu tun, als gäbe es keine Schwierigkeiten, sondern um jeden Augenblick genau so anzunehmen, wie er war.

Schließlich wurde mir klar, dass Hingabe keine passive Resignation ist. Es ist eine aktive Zusammenarbeit mit dem, was geschieht, und eine Erkenntnis wurde mir besonders deutlich: Wenn etwas unvermeidlich ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich darauf einzulassen.

Den Widerstand überwinden

Wie viel Energie verbrauchen wir damit, uns gegen das zu wehren, was bereits geschehen ist? Wie viel Leid entsteht dadurch, dass wir gegen die Realität ankämpfen, anstatt auf sie einzugehen?

Die folgenden Monate erforderten Geduld, Anpassungsfähigkeit und Vertrauen. Pläne änderten sich. Erwartungen änderten sich. Der Körper brauchte Zeit und Zuwendung. Und doch bot das Leben weiterhin Gelegenheiten zum Lernen, zum Helfen, zur Verbundenheit und zur Dankbarkeit.

Während all dieser Zeit blieb meine Ascension-Praxis mein Anker. Das Sitzen in Stille wurde zu mehr als nur einer Technik. Es war eine Erinnerung daran, dass hinter jeder Herausforderung eine Stille liegt, die von den Umständen unberührt bleibt.

Ich habe auch erkannt, wie wichtig Gemeinschaft ist. Die gemeinsamen Momente mit anderen bei den Ascension-Treffen wurden zu einer Quelle der Kraft und Inspiration. Mir wurde wieder bewusst, dass wir auf unserem Weg niemals wirklich allein sind.

Mein Weg der Heilung geht auch heute weiter. Es gibt noch Lektionen zu lernen und Herausforderungen zu meistern. Doch wenn mich diese Erfahrung eines gelehrt hat, dann ist es, dass das Loslassen kein Ende nimmt. Es vertieft sich jedes Mal, wenn wir aufhören, uns dem Leben zu widersetzen, und anfangen, ihm zu vertrauen.

Allen, die mit Krankheit, Verlust, Ungewissheit oder Veränderungen konfrontiert sind, möchte ich folgende Anregung mit auf den Weg geben: Entscheide dich immer wieder für die stillste Erfahrung und kehre, wann immer du kannst, in die Stille zurück. Lass Gedanken kommen und gehen, ohne dich in ihnen zu verfangen, und vertraue darauf, dass das Bewusstsein größer ist als jede Situation.

Und denk daran, dass es selbst in den schwierigsten Momenten unter all dem Lärm einen Frieden gibt – eine Stille, die alles umfasst.

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